Bildungsförderungsfond

Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und Nachhaltige Entwicklung

Informationen:

Ziele des Bildungsförderungsfonds:

Eine nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.

Deshalb müssen die sozialen, ökologischen und ökonomischen Ziele miteinander in Einklang gebracht werden.

Umwelt umfasst neben der natürlichen die gebaute, technische, soziale und kulturelle Umwelt.

Gesundheit umfasst gleichermaßen physische, psychische, soziale und ökologische Faktoren.

Ziele des Bildungsförderungsfonds

  • Förderung und Finanzierung von Bildungsinitiativen zur Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt und Gesundheit an den Schulen. Dadurch sollen der Ausbau und die Integration dieser Bildungsbereiche erreicht werden, um insbesondere eine eigenständige Fach- und Sozialkompetenz der SchülerInnen in diesen Bereichen zu bewirken.
  • Förderung und Finanzierung umweltbezogener Projekte im außerschulischen Bereich mit einem besonderen Schwerpunkt der Förderung und Finanzierung von Beiträgen zur nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung.
  • Information der Öffentlichkeit, insbesondere möglicher ProjektwerberInnen sowie für eine Publizität der Initiativen nach außen.

Schulischer Bereich

  • Unterstützung des politischen Bildungsauftrages der Umwelt- und Gesundheitsbildung durch die Auseinandersetzung der Schulen mit Umwelt- und Gesundheitsthemen.
  • Förderung der praktischen Umsetzung der Unterrichtsprinzipien der Umwelt- und Gesundheitserziehung in Form von Unterrichtsprojekten.
  • Förderung der Fach- und Sozialkompetenz der SchülerInnen durch das selbstständige Erarbeiten von komplexen Fragestellungen im Bereich Umwelt und Gesundheit und durch das Arbeiten im Team.
  • Integration von Umwelt- und Gesundheitsbildung in ein größeres Entwicklungsgefüge.
  • Sicherung der Qualität von Bildungsinitiativen im Bereich Umwelt und Gesundheit an Schulen.
  • Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich

Außerschulischer Bereich

  • Förderung von Projekten, die zur nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung im Sinne der Österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie beitragen.
  • Unterstützung von Projekten, die der Umsetzung der lokalen AGENDA 21, Kapitel 36 und Kapitel 4, dienen
  • Sicherung der Qualität der geförderten Projekte
  • Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich

Kommission

Die Kommission besteht aus je drei Mitgliedern aus dem Dienststand des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft so wie maximal jeweils drei Mitgliedern aus den entsprechenden Fachbereichen.

Der Vorsitz ist geteilt: Beratungen der Kommission über Finanzierung von Projektinitiativen von Schulen finden unter dem Vorsitz einer Vertreterin oder eines Vertreters des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur statt, Beratungen über Förderungen und Finanzierungen von Projekten von ausserschulischen Organisationen werden unter dem Vorsitz eines Vertreters des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft geführt.

Bewertungskriterien

Die folgenden Kriterien werden zur Bewertung von Ansuchen um Projektfinanzierung herangezogen.

Allgemeine Kriterien
  1. Das eingereichte Projekt stimmt mit den Zielen des Bildungsförderungsfonds überein. Es werden nur Projekte unterstützt (keine Basisförderung, keine Anlagegüter).
  2. Das Projekt weist einen innovativen Ansatz auf und ist noch nicht abgeschlossen.
  3. Das Projektkonzept ist vollständig, schlüssig und realistisch. Ziele und Projektschritte sind klar beschrieben. Alle erforderlichen behördlichen Bewilligungen liegen vor. Allfällige ProjektpartnerInnen müssen genannt werden.
  4. Es gibt eine nachvollziehbare und realistische Budgetierung der Einnahmen und Ausgaben. Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Ausgaben sind gegeben. Die Relation zwischen Projektziel und Kosten muss in einem sinnvollen und ausgewogenen Verhältnis stehen.
    Ein allfälliges Vorprojekt des Förderungswerbers muss abgeschlossen, d.h. ordnungsgemäß abgerechnet und dokumentiert sein, bevor neuerlich um eine Förderung angesucht werden kann.
  5. Nachhaltigkeit: Die Projekte sollen eine Entwicklungsperspektive aufweisen. Maßnahmen, welche die Nachhaltigkeit bewirken und garantieren sollen, sind beschrieben.
  6. Reflexion und Qualitätssicherung: Gewonnene Erfahrungen und vollbrachte Leistungen sollen dokumentiert und selbstkritisch reflektiert werden. Reflexion und Qualitätssicherung müssen als Bestandteil des Projekts erkennbar sein und in die Dokumentation einfließen.
  7. Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der Erfahrungen: Ergebnisse und Erfahrungen sollen anderen am Projekt Interessierten und davon Betroffenen zugänglich gemacht werden. Durch die Öffentlichkeitsarbeit werden die Ergebnisse nicht nur verbreitet, sondern auch einer kritischen externen Prüfung unterzogen.
Zusätzliche Kriterien für Projekte von Schulen
  1. Pädagogischer Sinn: Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sowie die Entwicklung dynamischer Fähigkeiten (wie z.B. Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Eigenverantwortung, Planungskompetenz, die Fähigkeit Probleme zu definieren und neue Lösungsansätze zu verfolgen) sollen durch handlungsorientiertes Lernen im Projektunterricht gefördert und mit der Bildung von schulinternen Projektteams verbunden werden.
  2. Zielorientierung: Es sollen begründete ökologische und/oder gesundheitsfördernde Ziele angestrebt werden.
  3. Methodik: Die Grundsatzerlässe zur Umwelterziehung, zur Gesundheitserziehung und zum Projektunterricht bilden eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung von ökologischen und gesundheitsfördernden Initiativen an österreichischen Schulen.
  4. Verbesserung konkreter Verhältnisse: Die Projektergebnisse sollen zu einer erkennbaren Verbesserung konkreter Verhältnisse beitragen.
  5. Partizipation: SchülerInnen werden in die Planung, in die Entscheidungen und in die Umsetzung des Projektes eingebunden.
  6. Gender: Geschlechtsspezifische Lernzugänge werden berücksichtigt.
  7. Öffnung der Schule: Die Zusammenarbeit mit anderen Klassen, Schulen, mit der Gemeinde, der Wirtschaft und mit sonstigen außerschulischen Partnern soll gesucht werden.
  8. Kostenzuschuss: Pro Schule stehen bis zu EUR 500,- zur Verfügung. Schulen, die in einem thematischen Netzwerk zur Umweltbildung oder Gesundheitsförderung integriert sind (ÖKOLOG-Schulen) erhalten einen Kostenzuschuss bis zu EUR 1.500,- pro Projekt. Bei Projekten über EUR 1.500,- sollen Drittmittel einfließen.